Hanfsamen keimen lassen
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Keimmethoden

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Hanfsamen keimen zu lassen. Allerdings kann nur eine optimale Keimrate erreicht werden, wenn die Hanfsamen direkt in ein Substrat eingesetzt werden. Von allerlei im Internet verbreiteten Vorkeimmethoden wie z.Bsp das Keimen in nassen (Papier)Tüchern o.ä. ist stark abzuraten! Frische und gesunde Samen keimen am besten artgerecht wie in der Natur in nahrhaftem Boden bei einen guten Wasser – Luft – Verhältnis. Wenn die Samen mit zu viel Wasser in Berührung kommen, blähen sich die Pflanzenzellen des Samens auf, Bakterien können sich festsetzen und die Samen fangen an zu verrotten. Frisches Saatgut sollte AUF KEINEN FALL in Wasser eingelegt werden! Hanf ist keine Sumpfpflanze!! Auch liegen in der Natur keine nassen Papiertücher herum.

Substrat

Verwendet als Substrat hochwertige Blumenerde (möglichst Anzuchterde) z.B. Erde aus dem Growshop oder Compo Sana Blumenerde, Anzuchterde von Compo Sana/Flora Gard oder Anzuchtblöcke aus Steinwolle.

Hanfsamen Keimen lassen in Erde

Hanfsamen keimen am besten artgerecht in Erde, da der Prozess sich ähnlich wie in der Natur vollzieht.

Dafür besorgt euch kleine 8-10 cm Töpfe und füllt diese mit hochwertiger Blumenerde auf. Alternativ könnt Ihr auch Anzuchttrays verwenden. Die Erde sollte leicht angedrückt werden, damit beim Angießen die Samen nicht darin versinken können. Danach nehmt einen Stift oder einen eurer Finger und macht ein kleines 1,5-2cm tiefes Loch in die Erde. Nun legt vorsichtig, idealerweise mit einer Pinzette, den Hanfsamen horizontal in das Loch.

Nun könnt Ihr das Loch mit Erde verschließen und mit chlorfreiem Wasser angießen. Die Erde sollte nicht zu feucht und nicht zu trocken sein. Um dies optimal zu realisierten, verwendet einen Esslöffel oder einen Sprühflasche. Die Töpfe mit den eingepflanzten Samen sollten an einem Ort mit einer Temperatur von 21-25 Grad gestellt werden. In bestimmten Abständen, wenn die Erdoberfläche angetrocknet ist, sollte nachgegossen werden. Auf KEINEN FALL darf die Erde nass sein! Wie vorher schon geschrieben, Hanf ist keine Sumpfpflanze.

Hanfsamen keimen lassen in Steinwolle

Zuerst taucht eine Steinwolle Anzuchtblock in Wasser mit einem pH Wert von 5,6-5,8. Lasst das Wasser abtropfen und legt den Samen vorsichtig mit einer Pinzette horizontal in das bereits vorhandene Loch. Verschließt danach das Loch sanft mit Steinwolle. Der Anzuchtblock sollte feucht aber nicht zu nass sein und an einem Ort mit einer Temperatur von 21-25 Grad gelagert werden. Normalerweise muss die Steinwolle nach 1-2 Tagen wieder mit etwas Wasser angefeuchtet werden.

Qualität und Keimrate

Samen sind biologisches Gut und es ist unwahrscheinlich, das 100% der Hanfsamen keimen. Alle seriösen Seedbanks führen regelmäßige Qualitätskontrollen durch und garantieren in der Regel einen Keimrate von mindestens 80%. Wichtig dafür ist, die oben beschriebene Keimmethode zu verwenden. Falls ihr nicht alle Samen sofort einpflanzen wollt, lagert diese trocken an einem dunklen Ort bei einer Temperatur von 8 Grad (Kühlschrank). Naturgemäß verringert sich die Keimrate, je länger die Samen gelagert werden.

Wie weiter, wenn die Samen gekeimt sind?

Normalerweise Keimen Hanfsamen innerhalb von 3-5 Tagen und erscheinen aus der Erde oder Steinwolle. Stellt sicher, das genügend Licht vorhanden ist. Das gilt sowohl für Tageslicht als auch für Kunststofflampen, falls ihr welche verwenden wollt. Sobald die ersten Blattpaare erscheinen, können die Pflänzchen in größere 14-16cm Töpfe umgepflanzt werden. Hierbei unbedingt darauf achten, dass keine Wurzeln beschädigt werden.

Welche Fehler solltet Ihr beim Keimen der Hanfsamen vermeiden
– Samen in Wasser oder Papiertücher legen
– Blumentöpfe oder Anzuchttrays zudecken
– Wasser mit falschem pH Wert verwenden
– Substart zu feucht oder zu trocken werden lassen
– Substart an einem zu kalten oder zu warmen Ort aufbewahren
– Blumentöpfe oder Anzuchttrays auf die Heizung oder Heizmatten stellen
– Verwenden von Düngern